SV-Verbandsmeisterschaft und Bundesligafinale

 

Heuer war wieder die OG Darmstadt an der Reihe, den SV-Saisonhöhepunkt auszurichten. Samstags waren rund 130 Starter für die Einzelwettkämpfe gemeldet, am Sonntag trugen die 17 Mannschaften, die die erforderlichen 1.500 Punkte aus den Vorläufen geschafft hatten, das Bundesligafinale aus. Petra Stöppler stellte die Parcours an beiden Tagen.

Aus unserer Ortsgruppe reisten DSH Dinja mit Marion, Mix Toska mit Eva und Dackel Archie mit Ursula bereits am Samstag an – Altdeutscher Hütehund Nele und Kerstin hatten sich zwar qualifiziert, haben den Start aber wegen Terminüberschneidung wieder abgesagt. Unsere Trainerin Elke hingegen nahm die Fahrstrecke an beiden Tagen auf sich, um Daumen zu drücken und anzufeuern. Bei recht frischen Temperaturen und bedecktem Himmel, der zum Glück dicht hielt, wurde die Verbandsmeisterschaft am Samstag in Kombiwertung ermittelt.

„Einer kam durch“ lautete das Ergebnis für Bietigheim-Bissingen – nur der Kleinste packte beide Läufe und kam in die Wertung. Mit seinem Markenzeichen, dem Zonenfehler am Stegabgang, einem Nuller im Jumping und insgesamt 4 Zeitfehlerchen in beiden Läufen (die Zeitvorgabe entsprechend der Bundessiegerprüfung und kurze Dackelbeine, das passt nicht ganz) erreichte Archie immerhin Platz 6 von 22 Teilnehmern im Small.

Am Sonntag komplettierten DSH Sali, ebenfalls mit Marion, und Wäller Gallus mit Kerstin unsere Mannschaft. In der Startliste erschien Gallus als dritter „DSH“, was Raum für Spekulationen ließ. Ging Gallus als Schäferhund durch, ohne Rasieren? Oder bedeutete die Abkürzung ganz was anderes?

Die Mannschaftsläufe begannen mit Large. Toska, Sali und Dinja brachten ihre Läufe jeweils fehlerfrei mit 100 Punkten ins Ziel. Auch bei Gallus sah es bis zur Schlussgeraden nach einem Nuller aus – aber dann zielte er am Tunnel vorbei und brachte sein Frauchen spektakulär zu Fall. Zum Glück nichts passiert, die Einlage kostete „nur“ etliche Zeitfehler und wir dachten wir haben die Lösung: DSH = Deutscher Stolperhund. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen, hätte Archie sich nicht in seinen Dackel-Dickschädel gesetzt dass nach dem ersten Tunnel der Laufsteg dran wäre und nicht etwa, wie die Nummerierung es vorsah, der Slalom. Rufen zwecklos, Schlappohren auf Durchzug, Dis.

Nach einem ernsten Mitarbeitergespräch absolvierte Archie den anschließenden Jumping mit 2 Zeitfehlern, ansonsten ohne Probleme. Sali blieb fehlerfrei und präzise in der Zeit. Toska und Eva hatten zweimal Verständigungsschwierigkeiten, 2 Verweigerungen und 1 Zeitfehler. Gallus kam mit 8 Zeitfehlern ins Ziel. Dinja verpasste die Hürde vor dem Slalom und fädelte anschließend zweimal falsch ein, 3 Verweigerungen, Dis – aber die anderen mussten das erst mal besser machen! Und wir wussten jetzt endlich wofür das „DSH“ bei Gallus stand. Er hat als einziger in der ganzen Saison keine Dis verbockt – also Deutscher Superhund!

Angemeldet waren wir mit Platz 4 der Bundesliga Süd gewesen, das bedeutet insgesamt Rang 8. Wegen der damit verbundenen gestaffelten Bonuspunkte wäre der Weg aufs Treppchen nur durch Patzer der weiter vorn liegenden Mannschaften möglich gewesen. Solches Pech hatten nur die Kollegen aus Sennfeld, denen in beiden Läufen jeweils 2 Dis passierten, und die Steinheimer mit 3 Dis im A-Lauf. Es gelang uns auch Niestetal-West zu überholen, die 5 Bonuspunkte mehr mitbrachten, aber dafür zog Bad Soden deutlich an uns vorbei. Das bedeutete in der Gesamtwertung Platz 6 für Bietigheim-Bissingen mit 592 Punkten.

Sieger im Bundesligafinale wurde die Mannschaft aus Sprockhövel (645 Punkte), gefolgt von Bretten-Rinklingen 1 (627 Punkte) und Gescher (625 Punkte). Alle Ergebnisse und Fotos gibt es hier im Netz.

Im kommenden Jahr wird das Finale in Ketsch stattfinden.